Mai 2007, Galerie "Temporärer Schauraum" in Bexbach

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Performance "Weße Grenze" mit Seon Yeong I und Yoonhee Ryu
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Artikel aus der Saarbrücker Zeitung vom 25.05.07
 

Künstlerische Symbiose mit dem Thema Schatten

Gemeinschaftsausstellung von Peter Köcher und der Video- und Performancekünstlerin Susanne Schorr im „Temporären Schauraum“ in Bexbach

In einer gemeinsamen Schau stellt der Bexbacher Peter Köcher seine Malerei in einen Kontext zum Werk der Video- und Performancekünstlerin Susanne Schorr. Die künstlerische Symbiose ist noch bis Juli zu sehen.

Bexbach. Sein „Temporärer Schauraum“ in Bexbachs Stadtmitte gehört inzwischen zu den ersten Adressen in Sachen Kunst in der Region. Hier zeigt der Bexbacher Künstler Peter Köcher seit Jahren Werke befreundeter Kunstschaffender und eigene Arbeiten. Seit vergangenen Freitag lädt das ehemalige Ladengeschäft mit seinen großen Schaufenstern zu einer neuen Gemeinschaftsausstellung ein, diesmal setzt Köcher seine Malerei in einen Kontext zu der Arbeit der Video- und Performancekünstlerin Susanne Schorr. Köchers Werke, meist in kraftvollem Rot, Weiß und Schwarz gehalten, schaffen den Raum für eine Videoinstallation Schorrs, die in einem etwas über vier Minuten langen Film ihre „Raumbegehung“ aus dem Jahr 2005 präsentiert. „Schorr arbeitet zweifellos mit Dynamik und Spannung, greift dabei aber nicht auf die traditionell üblichen und bekannten Arbeitsmittel zurück, sondern auf ihren Körper“, so die Kunsthistorikerin Francoise Mathis-Sandmaier in ihrer Werkwürdigung anlässlich der Vernissage am vergangenen Freitag. Doch in der aktuellen Gemeinschaftsausstellung es ist nicht Schorrs Privileg, mit Ungewöhnlichem zu arbeiten. Auch Köcher mischt in seine Malerei andere Stilmittel, so das der Fotografie.

„Der Künstler ist mehrfach im Bilde, hat er doch seinen Schatten fotografisch eingefangen, auf die Leinwand gebannt und in die vorgedachte Komposition eingepasst“, erläuterte Mathis-Sandmaier die Intentionen Köchers. Sowohl Köcher als auch Schorr thematisieren den Schatten in ihrer Arbeit, der eine bannt ihn auf Leinwand, die andere fordert ihn als Teil ihrer selbst und als Teil ihrer im Video präsentierten Performance.

Im zweiten Teil der Vernissage dann erwartete die Gäste eine Überraschung. Nach einem „Umzug“ von Köchers „Temporärem Schauraum“ hin in sein offenes Atelier in Oberbexbach, konnten sich die zahlreichen Kunstinteressierten live ein Bild von Susanne Schorrs Fähigkeiten machen. Zusammen mit den beiden koreanischen Künstlerinnen Yoonhee Ryu und Seon Yeong I präsentierte Schorr ihre eigens für Köchers Atelier adaptierte Performance „Weiße Grenze“. thw

Hintergrund

Die Gemeinschaftsausstellung von Peter Köcher und Susanne Schorr ist noch bis zum 28. Juli im „Temporären Schauraum“, Rathausstraße 34, in Bexbach zu sehen. Die Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 15.30 bis 19.30 Uhr, samstags von zehn bis 13 Uhr und von 15 bis 19.30 Uhr. thw

Bildunterschrift

Das offene Atelier von Peter Köcher wurde zur Bühne für Susanne Schorrs Performance „Weiße Grenze“. Foto: Torsten Wolf