Erschienen:24.07.2007 / SZR / HOM_LOK / CLOK61_4
Ressort:Lokales
Textname:HOM_MAN.Edition_1.CLOK61_4.ART3
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Verfasser:Von SZ-Mitarbeiter

Bernhard Reichhart < / I>

 

Farbkleckse auf Leinwand werfen

Kleine und große Künstler zeigen ihre Arbeiten im „Temporären Schauraum“ Köcher

Unter professioneller Anleitung von Künstlern durften 16 Grundschulkinder verschiedene künstlerische Techniken und Materialien erproben. Die Ergebnisse des Kunstprojekts sind im „Temporären Schauraum“ in Bexbach zu sehen.

Von SZ-Mitarbeiter

Bernhard Reichhart

Bexbach. Einen Ausflug in die farben- und formenfrohe Welt der Kunst erlebte eine Gruppe von Grundschulkindern. 16 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und elf Jahren beteiligten sich im Rahmen einer Bildungsmaßnahme des Kinder- und Jugendhauses der Awo in Kooperation mit dem „Temporären Schauraum“ an einem zweiwöchigen Kunstprojekt. Dabei hatten sie die Möglichkeit, Künstler und ihre Schaffensweise kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten.

Unter der professionellen Anleitung des frei schaffenden Künstlers Peter Köcher sowie der Performance- und Medienkünstlerin Susanne Schorr, Meisterschülerin von Professor Ulrike Rosenbach an der Hochschule der Bildenden Künste, durften die Kinder verschiedene künstlerische Techniken und Materialien erproben. Was dabei herausgekommen ist, ist jetzt im Rahmen einer generationsübergreifenden Ausstellung gemeinsam mit Arbeiten der beiden Künstler Köcher und Schorr im „Temporären Schauraum“ in der Rathausstraße in Bexbach zu bewundern.

 

Spielerisches Erfassen

 

Die Idee zu dieser Zusammenarbeit stammte von Erziehungswissenschaftlerin Susanne Schorr, die auch Leiterin des Awo-Kinder- und Jugendhauses ist. Ziel des Workshops war es, den Kindern nicht irgendwelche Zeichen- oder Maltechniken zu vermitteln, sondern sie „das spielerische Erfassen und den Umgang mit Bildender Kunst im Allgemeinen erleben zu lassen“, erklärte Peter Köcher. „Wir wollten die Kreativität, die in jedem Kind steckt, durch freies Malen wecken und fördern“, fügte Susanne Schorr hinzu. Sowohl im Ausstellungsraum der Modernen Galerie des Saarlandmuseums, als auch im Atelier und im Schauraum Köcher konnten die kleinen Künstler zeichnend und malend das Erlebte und Gesehene in ihrer eigenen kindlichen Ausdrucksweise wiedergeben.

Nach ersten Lockerungsübungen mit Straßenkreide, Buntstiften auf Papier und Zeichnungen auf Rollen durften sich die Kinder mit Acryl an die Leinwand wagen. „Entstanden sind farbensprühende, gegenständliche wie ungegenständliche Arbeiten“, lobte Kunsthistorikerin Francoise Mathis-Sandmaier die kreative Arbeit der Kinder. Zweifellos hätten sie erfahren, dass „Kunst Arbeit macht und Arbeit ist“, stellte sie fest.

 

Neue Erfahrungen

 

„Am meisten Spaß hat es gemacht, dass „wir mit den Farben auf die Leinwand spritzen konnten“, schmunzelte die neunjährige Alexandra Fritz. Auch für Marco Naumann war die Erfahrung, „Farbkleckse auf die Leinwand zu schmeißen“, die Rollen zu bemalen und mit ihnen zu experimentieren ein neues Erlebnis. Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte Ferdinand Martinelli, der als pädagogischer Mitarbeiter der Awo den Workshop begleitet hatte.

Die Ausstellung ist bis 30. September im „Temporären Schauraum“ Köcher zu sehen.